TexBlogbeiträge zum Thema Wirtschaft, Finanzen und Geldanlage

Tristesse zu Ostern?






Warum die aktuelle Situation an den Finanzmärkten kein Grund zur Freude ist


Pünktlich zu Ostern scheint an den Finanzbörsen die Stimmung wieder bestens zu sein. An den Aktienbörsen scheinen sich viele Indizes rasant zu erholen. So hat zum Beispiel der Dax die 12.000 Punkte-Marke wieder zurück erobert. ETF-Sparplanprediger dürften sich im Moment wohl als "Finanzgötter" fühlen, geht doch ihre Strategie im Moment perfekt auf...

Alles gut also?

In der Tat scheint die Gesamtlage für Aktien wieder bestens. Wenn man sich allerdings die Gründe dafür anschaut, ist das für uns eher ein Punkt, den wir extrem kritisch sehen.
So hat die Kommunikation der großen Notenbanken der USA (Fed) und der EU (EZB) dazu beigetragen, dass nun noch eine ganze Weile das Niedrigzinsumfeld bleibt. 
Die anhaltenden Niedrigzinsen steigern aus unserer Sicht im Moment jedoch die Risiken auf den Finanzmärkten und darüber hinaus.

Warum?

Blasenbildungen, Zombieunternehmen, Überwertung von Sicherheiten, fehlende Reformen, Geldverschwendung durch Regierungen... die Liste ist lang und würde im Detail ein ganzes Buch füllen. Aber Risiken werden derzeit weiterhin durch billiges Geld verschleiert.

Klingt unglaubwürdig?

Dann sind knapp 2 % Rendite für 5-jährige Griechenland-Anleihen angemessen? Zur Erinnerung: 2012 konnte Griechenland seine Schulden nicht mehr bedienen und Gläubiger mussten auf nahezu 50 % ihrer Forderungen verzichten. 

Das Problem ist also keine angemessene Risikoprämie mehr für Investoren. Was passiert, wenn es zu einer Vertrauenskrise kommt oder Investoren aus Angst plötzlich Gelder abziehen? Vieles wird im Moment ausgeblendet. Für uns ist es natürlich eine Herausforderung hier passende Anlagen mit angemessenem Rendite-/Risikoprofil zu finden (auch wenn wir das noch schaffen 😉). Dennoch ist es gerade für die Altersvorsorge vieler (junger) Menschen eine Katastrophe. Folgen, die wir scheinbar noch nicht wahrhaben wollen.

Wie geht es weiter?

Hoffentlich nicht wie in Japan, wo es schon 20 (!) Jahre Nullzinsen gibt. Japan schafft es nicht mehr die Wirtschaft wachsen zu lassen (wie auch bei einem flächenmäßig kleinen und extrem dicht bevölkerten Land?). Ein Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik ist für Japan scheinbar nicht in absehbarer Zeit möglich. Droht uns das auch?

Sicher befeuert eine solche Politik Aktienmärkte. Jedoch steigt auch die Volatilität enorm und schmerzhafte kurzfrisitge Rückschläge passieren immer häufiger.

Nun sind Aktien bekanntlich nicht alles, so gibt es noch zahlreiche weitere Optionen. Nur sollte man sich eines klar machen: Die guten Deals werden dort abgegriffen wo viel Geld vorhanden ist (und nicht vom Kleinanleger). Und das ist Dank Niedrigzinsen an einigen Stellen nicht weniger geworden, ganz im Gegenteil...





"Gut beraten heißt unabhängig beraten"


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Kommentare

  1. Dass es so wie in Japan wird hoffe ich nicht. Ausschließen kann man es leider nicht. Mfg

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